Skepsis am Phantom-Transfer

„Marek Mintal zu HANSA“, das war für mich die Schlagzeile der letzten Woche (neben dem Terz um EHEC, aber dazu später). Dienstagvormittag schaute ich, wie öfters, erstmal auf der offiziellen FCH-Website vorbei.

„Marek Mintal zu HANSA“, das war für mich die Schlagzeile der letzten Woche (neben dem Terz um EHEC, aber dazu später). Dienstagvormittag schaute ich, wie öfters, erstmal auf der offiziellen FCH-Website vorbei. Da war eigentlich nur ein Kurzportrait unseres neuen tschechischen Innenverteidiger-Turms Pavel Kostal zu lesen. Dann klickte ich 11Freunde.de und da las ich es zum erste Mal: „Mintal nach Rostock“. Ich hielt das für einen Scherz und klickte den seriösen kicker.de. Und auch da stand es, auf der Startseite als erste Meldung des Tages: „Perfekt: Mintal wechselt an die Ostsee“.

Nun sind auch mir die Verdienste des „Phantoms“ durchaus bekannt, aber ich habe trotzdem so meine Skepsis bei diesem Transfer. Und das hat wenig mit seinem Alter oder damit zu tun, dass seine Torjägerkanonen schon ein paar Jahre im Schrank verstauben, sondern mit eben dieser medialen Aufmerksamkeit und seinem bekannten (Bei)Namen (für den er selbst allerdings nicht kann). Ich muss an den Anfang der letzten Saison denken, eine Truppe von „No names“ denen niemand den Aufstieg zutraut, war unser FCH da. Und genau das war über die gesamte Saison unsere Stärke, die Mannschaft. Das war einfach eine Clique, bei der es zusammen passte. Wenn in so eine Truppe nun jemand mit solchen Vorschusslorbeeren kommt, dann weiß ich nicht wie sich das auf die (junge) Gruppe auswirkt..? Was mich in dem Zusammenhang etwas beruhigt, ist die Tatsache, dass HANSA für Marek erst die dritte Profistation seiner Laufbahn ist. Denn das lässt nicht unbedingt auf eine Diva schließen, die bei jeder Schwierigkeit gleich rumzickt. Schon eher auf eine Art mecklenburgische Gelassenheit, was dann wiederum super passen kann. Wir werden es sehen, wie sich Marek Mintal in blau-weiß macht, denke aber, dass man erstmal keine Wunder erwarten sollte.

Transfers waren für mich in der vergangenen Spielzeit eh ein großes Thema, vor allem die der Trainer. Okay, die Nummer vom Neuer mit den Bayern war natürlich auch ein Riesenaufreger (ich kapier‘ immer noch nicht was den Jungen reitet und bin gespannt, wie es mit ihm weitergeht), aber wie sich das sogenannte Trainerkarussel im letzten Jahr gedreht hat, war schon krass. Der schnelle Krawattenfarbenwechsel vom Magath war für mich eigentlich noch nachvollziehbar. Wenn du weißt, dass du gehen wirst/musst, fragst du mal bei deinem alten Arbeitgeber nach, ob der dich zurück haben will. Aber wenn du wie ein Dutt oder Heynkes gegen deinen zukünftigen Chef antrittst, und dem die Pläne für die neue (deine) Saison versauen kannst, dann frag ich mich schon wie man mit so einem Interessenkonflikt klarkommt. Aber am krassesten war für mich die frühe Bekanntgabe des Wechsels von Stanislawski zu Hoffenheim, und zwar nicht weil er von „geil“ zu „langweilig“ wechselt. Nein, stellt euch vor das ist euer Chef und die Firma steckt in echten Schwierigkeiten (Abstiegskampf). Jeden Tag erzählt der was von „alles für die Firma und ihre Mitarbeiter geben“, während du weißt, dass er längst bei der Konkurrenz unterschrieben hat und sowieso gehen wird. Wie beschissen muss das denn sein!?! Der Gockelkopf van Gaal hat während der Saison mal die Idee von Transferperioden auch für Trainer ins Gespräch gebracht. Ich finde darüber sollte man mal ernsthaft nachdenken.

Und auswechselbar sind in unserem schönen Land ja auch die Epidemien: BSE, Schweinepest, Vogelgrippe, EHEC (und alle die ich vergessen habe). Jedes Jahr wird eine neue Sau mit größtmöglicher medialer Begleitung durchs Dorf gejagt! Wer will uns da eigentlich verarschen, oder anders gefragt: Wer wird mit diesem Mist reich?! Vielleicht hat ja auch da die Blatter-FIFA ihre Hände mit im Spiel, wer weiß?! Ich glaube, ich muss das mal recherchieren.

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Von Olaf Peters

Olaf Peters, Jahrgang 1971, war mit sieben das erste Mal im Ostseestadion und leidenschaftet seit dem mit unserem FCH.

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