Geburtstagskind Ziegenbein traf gegen Ex-Club

Der FC Hansa Rostock kann doch noch Tore schießen. Nach drei sieg- und torlosen Spielen kam der bereits aufgestiegene Drittligist im vorletzten Heimspiel der Saison zu einem 3:1 (2:1) gegen den SV Wehen Wiesbaden.

Der FC Hansa Rostock kann doch noch Tore schießen. Nach drei sieg- und torlosen Spielen kam der bereits aufgestiegene Drittligist im vorletzten Heimspiel der Saison zu einem 3:1 (2:1) gegen den SV Wehen Wiesbaden. Für die Wiesbadener ging es noch um sehr viel, wollte man doch noch den dritten Platz und damit die Relegationsspiele erreichen. In Fankreisen schien sich dies jedoch nicht gerade herumgesprochen zu haben, fanden doch gerade 15 Wiesbadener Fans den Weg nach Rostock.

Nach den Aufstiegsfeierlichkeiten des vergangenen Wochenendes und dem Landespokalspiel unter der Woche begannen die Rostocker die Partie stark. Schon die erste Chance des Spiels wurde zur frühen Führung genutzt. Nach Vorarbeit von Tobias Jänicke drang Geburtstagskind Björn Ziegenbein (25) in den Strafraum und schloss gegen seinen Ex-Club mit sehenswerten Schuss ins lange Eck ab (8.) – Saisontreffer Nummer 14 für den gebürtigen Bayern. Bei einem Distanzschuss von Jänicke hatten die 15.000 Zuschauer erneut den Torschrei auf den Lippen (10.), sechs Minuten später war es dann aber erst so weit. Mohammed Lartey konnte einen Freistoß von halblinker Position direkt im Kasten der Gäste unterbringen (16.). Bereits zu diesem Zeitpunkt befand sich ein Großteil der Fans in Feierlaune und forderte Freibier. Weitere Chancen ergaben sich Ziegenbein (19., 22.), zudem schwächten sich die Gäste selbst als sich Masmanidis nach Tätlichkeit gegen Marcel Schied eine Rote Karte von Schiedsrichter Babak Rafati abholte (25.). Danach verflachte die Partie allerdings etwas und gegen Ende der ersten Halbzeit kamen die nun dezimierten Gäste etwas besser ins Spiel und konnten nach 38 Minuten sogar den Anschlusstreffer erzielen.

In der zweiten Hälfte kam Tom Weilandt, Sohn von Hansa-Legende Hilmar, zu seinem Debüt – erstmals im Kader, durfte er gleich bei den Profis ran und machte seine Sache sehr ordentlich. Die Gäste begannen wieder recht mutig und witterten ihre Chance. Dem FCH gelang erst nach einer knappen Stunde wieder etwas – nach Vorabeit von Schied verzog Lartey knapp aus Nahdistanz (60.). Jänicke (62.) und Lartey (63.) vergaben ebenfalls gute Möglichkeiten. Eine Dreifachchance hatte dann Schied in der 69. Spielminute auf dem Fuß – der wuselige Stürmer konnte die Kugel jedoch nicht verwerten. Schüsse von Jänicke (70.) und Ziegenbein (78., volles Risiko Volleyabnahme) und ein Kopfball von Lartey (84.) blieben ebenso ungenutzt. Die Wiesbadener spielten weiterhin nach vorne, konnten sich aber kaum Großchancen herausspielen. In der zweiten Hälfte agierte der ehemalige Hansa-Stürmer Addy-Waku Menga zudem als Rechtsverteidiger gegen Marcel Schied. In der Schlussminute sollte dann doch noch der dritte Treffer fallen – Gäste-Torwart Grunski hatte einen Ausflug in den Rostocker Strafraum unternommen, Mohammed Lartey wurde auf die Reise geschickt und brachte die Kugel im verlassenen Tor unter. Danach war Schluss und die Fans stürmten den Rasen und kamen ihren Lieblingen ganz nah. Mannschaft und Fans feierten auf dem Platz und den Tribünen und das geforderte Freibier gab es natürlich auch.

3. Liga 2010/11, 36. Spieltag
FC Hansa Rostock – SV Wehen Wiesbaden 3:1 (2:1)

Rostock: K. Müller – Trybull (88. Großöhmichen), Wiemann, Stoll, Pelzer – Pannewitz (46. Weilandt), R. Müller, Ziegenbein, Lartey, Jänicke – Schied (76. Albrecht).

Wiesbaden: Gurski – F. Hübner (46. Hübner), Lanzaat, Schönheim, Mintzel – Brosinski (68. Ziemer), Masmanidis, Abraham, Ledgerwood (80. Janjic) – Menga, Sailer.

Tore: 1:0 Ziegenbein (8.), 2:0 Lartey (16., direkter Freistoß), 2:1 Abraham (38.), 3:1 Lartey (90.).

Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover).

Gelbe Karten: Lartey, R. Müller, Schied – keine.

Rote Karten: Masmanidis (25., Tätlichkeit).

Zuschauer: 15.000.

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Von Arne Taron

Arne arbeite schon seit vielen Jahren als Freier Journalist in Rostock. Zu seinen "Steckenpferden" gehören im Rostocker Sport u.a. die Berichterstattung über den Rostocker Eishockey Club (REC). Zudem berichtet er in der lokalen Sportpresse über den Nachwuchs des FC Hansa Rostock und nicht zuletzt auch über den Rostocker Kreisfußball.

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