Hansa Rostock auf dem Boden der Realität

Auf dem Boden der Realität angekommen sind die Profis des FC Hansa Rostock. Nach dem schwer erkämpften 2:1-Heimsieg gegen Aufsteiger Stuttgarter Kickers, gab es am zweiten Spieltag der Drittliga-Saison 2012/13 auch schon die erste Saisonniederlage.

Auf dem Boden der Realität angekommen sind die Profis des FC Hansa Rostock. Nach dem schwer erkämpften 2:1-Heimsieg gegen Aufsteiger Stuttgarter Kickers, gab es am zweiten Spieltag der Drittliga-Saison 2012/13 auch schon die erste Saisonniederlage. Bei der ausgesprochenen jungen und neu formierten Sportvereinigung Unterhaching gab es am Ende eine deutliche 0:3 (0:1)-Klatsche.

Mehr als 1.000 Rostocker Fans mussten enttäuscht den weiten Heimweg wieder antreten. Mit vier neuen Spielern hatte Hansa-Trainer Wolfgang Wolf seine Offensivabteilung im Vergleich zum Auftaktsieg umgebaut. Für Ondrej Smetana, Denis Berger, Edisson Jordanov und den verletzten Mohammed Lartey standen in Unterhaching Johan Plat, Lucas Albrecht, Michael Blum und Julien Humbert in der Startelf, wobei Letzterer sein erstes Pflichtspiel im Hansa-Trikot absolvierte. Von den 20 Hansa-Spielern, die mit nach Bayern gereist waren, waren Ben Zolinski und Nils Quaschner nicht im 18er-Kader und nahmen auf der Tribüne Platz. Eigentlich begann die Partie ganz gut für den FCH. Nach 35 Sekunden verpasste Plat eine Hereingabe von Leemans Hereingabe nur knapp. In den nächsten Spielminuten sollte dann allerdings recht wenig passieren, die Gastgeber hatten zunächst keine Chancen. Erst nach 23 Spielminuten hatten die Hachinger durch einen Versuch Thee eine Möglichkeit. Nach 36 Spielminuten fiel dann etwas überraschend das 1:0 für die Gastgeber. Ein abgefälschter Schuss von Thee landet dabei im Dreiangel des Müller Gehäuses. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Geenen kurz vor der Pause. Zur zweiten Hälfte rückte dann Smetana für Albrecht in den Sturm. Ein Kopfball von Plat neben das Tor (52.) und Schuss von Blum übers Tor (60.) waren zu notieren. In der 73. Spielminute sah Patrick Wolf dann nach wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte und die Gastgeber machten nun in Überzahl den Sack zu. Rohracker zum 2:0 (78.) und Voglsammer (88.) zum 3:0 erhöhten für die Platzherren. In der Schlussphase hatte Smetana dann noch die Möglichkeit, zumindest den Ehrentreffer zu erzielen, aber auch dies blieb dem FCH an diesem Tag verwehrt. Eine insgesamt enttäuschende Leistung gegen eine junge engagierte Hachinger Mannschaft. So braucht man von einem möglichen Wiederaufstieg eigentlich bis auf weiteres nicht mehr sprechen.

Trainerstimmen

Wolfgang Wolf (Rostock): Zunächst herzlichen Glückwunsch an Unterhaching zu dem verdienten Sieg. Um gegen den Ball etwas besser agieren zu können, habe ich heute etwas umgestellt. Das hat auch ganz gut funktioniert, auch wenn wir spielerisch heute nicht das auf den Platz gebracht haben, was ich mir vorgestellt habe. Doch wir haben kaum eine Chance des Gegners zugelassen. Beim ersten Gegentor bekommen wir den Ball nicht weg und ein abgefälschter Schuss führt zum 1:0. Wir haben in der zweiten Halbzeit versucht besser nach vorne zu spielen. Es wurde auch besser. Unser Thema heute war, dass unsere Spitzen nicht entgegengekommen sind – so auch bei der gelb-roten Karte für Patrick Wolf, der dann in der Anschlusshandlung alles riskieren musste. Letztendlich haben wir verdient verloren. Wir müssen das Spiel nun schnell analysieren.

Claus Schromm (Unterhaching): Wir waren zu Beginn etwas irritiert von der Startelf von Hansa Rostock. Wir dachten nicht, dass nach einem Auftaktsieg zu Hause gegen die Stuttgarter Kickers so viel umgebaut wird. Wir haben aber in unserer Ordnung gut agiert, mit dem Defensivverbund können wir heute sehr zufrieden sein. Offensiv konnten wir unseren Plan gut umsetzen, aber was wir hier noch sehr stark verbessern müssen, ist die Laufbewegung zum letzten Ball. Wir sind sehr glücklich mit unserem Start und stolz auf unsere Leistung.

3. Liga 2012/13, 2. Spieltag
SpVgg Unterhaching – FC Hansa Rostock 3:0 (1:0)

Unterhaching: Riederer – Schwabl, Hofstetter, Drum, Kappelmaier – Thee, Yilmaz, Welzmüller, Willsch (74. Rohracker) – Niederlechner (62. Voglsammer), Bigalke (84. Fischer).

Rostock: Müller – Geenen (41. Jordanov), P. Wolf, Holst, Pelzer – Leemans (69. Weilandt), Mendy, Humbert, Plat, Michael Blum – Albrecht (46. Smetana).

Tore: 1:0 Thee (36.), 2:0 Rohracker (78.), 3:0 Voglsammer (88.).

Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart).

Gelbe Karten: Keine – Leemans, Albrecht, Mendy.

Gelb-Rote Karte: Wolf (74., wiederholtes Foulspiel).

Zuschauer: 3.500 (darunter etwa 1000 Rostocker Fans).

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Von Arne Taron

Arne arbeite schon seit vielen Jahren als Freier Journalist in Rostock. Zu seinen "Steckenpferden" gehören im Rostocker Sport u.a. die Berichterstattung über den Rostocker Eishockey Club (REC). Zudem berichtet er in der lokalen Sportpresse über den Nachwuchs des FC Hansa Rostock und nicht zuletzt auch über den Rostocker Kreisfußball.

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