Let’s Zapping!

Da ich gestern Abend ziemlich lange am Feiern war und morgen die Fahrt zum Pokalspiel unseres FC nach Elversberg ansteht, bleibe ich an einem Freitagabend mal wieder zu Hause. Auf Grund meines Jobs kommt das nicht sehr oft vor.

Da ich gestern Abend ziemlich lange am Feiern war und morgen die Fahrt zum Pokalspiel unseres FC nach Elversberg ansteht, bleibe ich an einem Freitagabend mal wieder zu Hause. Auf Grund meines Jobs kommt das nicht sehr oft vor. Und während ich mit meinem gekühlten Bier in der Hand auf der Couch rumhänge, wird mir mal wieder klar, wie schlecht an einem Freitagabend die deutsche TV-Unterhaltung ist.

ARD und ZDF braucht man vor der Tatort-Zeit gar nicht einschalten. Es sei denn man steht auf klebrige Familiendramen mit Happy End in einem afrikanischen Hotel oder auf Rosamunde Pilcher-Verfilmungen, die nicht nur kleben, sondern auch noch triefen. Bei RTL und SAT1 laufen bescheuerte Shows mit Titeln wie „Das weiß doch jedes Kind“ und „Entern oder Kentern“ (gibt es noch Jemanden, dem die ganzen Piraten mittlerweile tierisch auf den Sack gehen?). Auf Pro7 prügelt sich ein alter Man aus Asien durch den Wilden Westen, und auf VOX und Kabel1 ermitteln Pathologen, amerikanische Staatsanwälte und Geisterjäger. Und bevor RTL2 Freitagabend nicht die Softpornos auspackt, kann man den Sender ebenfalls getrost ignorieren. Okay, man könnte noch rüber zum Fachsender DSF zappen, wo um diese Zeit die so genannten Sportquiz-Sendungen laufen. Aber ganz ehrlich Leute, so ansehnlich die Mädels dort auch sind, länger als drei Minuten, kann ich denen nicht zu hören. Und selbst die Möglichkeiten des digitalen Fernsehens, mit so tollen Sendern wie „Gute Laune“- (Schlager) oder „Gusto“- (Essen) TV, fördern nichts Interessantes zu Tage.

Also dann, noch ein Bier und Zapping! Irgendwann lande ich mal wieder bei SAT1 und dieser unnötigen „Hitgiganten“-Sendung. Ich will schon weiterzappen, da sehe ich auf einmal einen alten (Fußball-) Bekannten: arbeitsloser, unterschiedlich erfolgreicher, Oberlippenbart tragender Ex-Bundesligatrainer, Peter Neururer. Ihr wisst schon, der Nervkopp, der im Sommer über Doping im Fußball laberte und in der Vergangenheit Sätze wie diesen hier von sich gab: „Ich habe früher auch die großen Philosophen gelesen. Doch dann habe ich gemerkt, dass die von meinem normalen Denken absolut abweichen. Jetzt lese ich nur noch Fußballfachbücher.“ (Ich finde das erklärt einiges.) Ganz kurz tut er mir leid, wie er da, dummes Zeug sappelnd, in einer „Musiksendung“ rumsitzt, aber dann denke ich: ‚Lieber soll der Peter Freitagabend auf SAT1 Unsinn labern, als Samstagnachmittag in der Bundesliga.‘

Dann kommt auch noch diese „20 Prozent auf Alles-Praktiker“-Werbung, die seit gefühlten fünf Jahren ausgestrahlt wird. Also wenn ich das mit der Mathematik richtig verstanden habe, dürfte in diesem Baumarkt mittlerweile gar nichts mehr irgendwas kosten, außer Tiernahrung natürlich!

Okay, jetzt reicht’s, Schluss mit TV. Ich hole mir noch ein Bier und schiebe die „Dittsche“-DVD in den Player. Und während ich dem genialen Labersack Olli Dittrich zu höre, wird mir klar, was mich den ganzen Abend stört. Es ist nicht unbedingt die intellegenzfreie TV-Unterhaltung, nein, es fehlt das ordnende Element. Es fehlt das, was Struktur in solch einen Freitag-(und Samstag, Sonntag, Montag)abend bringt, der Ligafußball! Ich meine, wenn man die Freitagsspiele geschaut hat, egal ob im bezahlten oder freien TV, dann kann man danach getrost auch noch mal die Programme der anderen Sender durchzappen. Dann hat Alles eine Ordnung. Mein persönlicher Idealzustand in Sachen Fußballkonsum ist übrigens die Mischung aus Live und TV-Übertragung: das Spiel live im Stadion erleben und abends noch die Zusammenfassung im Fernseher anschauen können (in der letzten Saison klappte das genau einmal). Schön, dass es in fünf Tagen wieder losgeht!

Okay, die Saison begann für HANSA natürlich schon gestern im DFB-Pokal, beim „letzten Testspiel des Sommers“ (So hatte ich das Spiel in der letzten Woche genannt, und erhielt dafür aus meinem Fanclub „Südwestkurve“ buuuh-Rufe.) gegen Hasborn-Dautweiler in Elversberg. Wie das Spiel war, habt ihr sicher schon mitbekommen. Ich war natürlich erleichtert, dass HANSA wirklich ein Testspiel draus gemacht hat, und gleichzeitig irritiert. Denn wenn ein Pflichtspiel so klar dominiert und gewonnen wird, dann ist es doch eher ein langweiliges Spiel. Wir Fußballfans sind schon komisch drauf. Aber egal, genießen wir den hohen Sieg noch eine Weile, wahrscheinlich wird es in dieser Saison nicht mehr viele davon geben.

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Von Olaf Peters

Olaf Peters, Jahrgang 1971, war mit sieben das erste Mal im Ostseestadion und leidenschaftet seit dem mit unserem FCH.

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