Früher Rückstand gegen Spitzenreiter der Liga

Der FC Hansa Rostock ist wieder auf dem harten Boden der 2. Fußball-Bundesliga gelandet. Gegen den aktuellen Spitzenreiter der Liga, VfL Bochum, leistete sich das Team von Trainer Frank Pagelsdorf einen peinlichen Auftritt und unterlag mit 0:2.

Der FC Hansa Rostock ist wieder auf dem harten Boden der 2. Fußball-Bundesliga gelandet. Gegen den aktuellen Spitzenreiter der Liga, VfL Bochum, leistete sich das Team von Trainer Frank Pagelsdorf einen peinlichen Auftritt und unterlag mit 0:2.

Die Gastgeber spielten ohne den gesperrten Michael Hartmann und starteten ohne Kevin Hansen, der leicht angeschlagen zunächst auf der Ersatzbank Platz nahm. Der VfL Bochum überrannte die Rostocker sofort nach dem Anpfiff. Die Rostocker Defensive schien überhaupt nicht im Bilde, die Gäste hatten Chancen im Minutentakt. Es dauerte nicht lange, da schlug der Ball das erste Mal im Tor von Hansa-Keeper Mathias Schober ein, nachdem die Rostocker Abwehrspieler den Gästen jeglichen Freiraum gestatteten. Der Däne Tommy Bechmann ließ sich nicht zweimal bitten.

Doch damit nicht genug, auch Martin Meichelbeck, der schon im Hinspiel in der Nachspielzeit den entschiedenen Treffer erzielte, durfte es seinem Stürmerkollegen nachmachen und kam in der 8. Minute völlig frei zum Kopfball – 2:0.

Ein Start nach Maß also für den Tabellenführer, Hansa geschockt. Nicht nur in der Abwehr zeigten sich große Defizite auf, auch im Angriff bekamen die Hanseaten kein Bein auf den Rasen. Planlos wurde der Ball nach vorn geschlagen, umständlich im Vorwärtsgang agiert. Die ersten echten Möglichkeiten hatten Prica mit einem Kopfball (24.) und Schied, dessen Schuss zwei Minuten später am Tor vorbei strich. Hansa machte zuwenig aus der Inaktivität der Bochumer, die sich nach dem 2:0 schon weit zurückgezogen hatten und auf Konter lauerten. Und die hatten es in sich, denn Hansa sündigte weiter in der Abwehrarbeit. Die Gegenspieler durften sich frei bewegen, in aller Ruhe den Ball annehmen und nutzten die Hanseaten als „Pappkameraden“.

Mit dem 0:2 zur Pause war Hansa also noch gut bedient, auch wenn Rydlewicz (42.) den Ersatzkeeper des VfL mit einem Fernschuss zu einer Glanzparade zwang und in der 44. Minute mit einem Verzweiflungsschuss die Latte traf.

Der Schwung, das kleine bisschen Hoffnung aus den letzten Minuten der ersten Halbzeit, konnte leider nicht mit in den zweiten Abschnitt genommen werden. Die Rostocker knüpften an die grottenschlechte Leistung der ersten 30 Spielminuten an und produzierten weiter munter Fehler. Nach einer knappen Stunde reagierte Frank Pagelsdorf und brachte Hansen und Arvidsson für Maul und Schied.

Doch die erste dicke Chance der zweiten Hälfte hatte Bechmann, dessen Schuss knapp am Hansa-Tor vorbeiging. Auch Hansa meldete sich endlich in der zweiten Halbzeit an, Prica prüfte in der 67. Minute Bochums Keeper. Ja und der Ball, der wollte an diesem Abend einfach nicht ins Bochumer Tor. Kern (72.) und Rathgeb (73.) versuchten es, scheiterten aber. Auch ein Strafstoß blieb den Hanseaten verwehrt, nach Ansicht der Unparteiischen hob Gledson freiwillig ab – gelbe Karte (76.). Aber auch ein klares Handspiel im Strafraum des VfL sah Dr. Fleischer nicht (80.). Es passte einfach nicht an diesem Abend.

2. Bundesliga 2005/06, 21. Spieltag
FC Hansa Rostock – VfL Bochum 0:2 (0:2)

Rostock: Schober – Maul (58. Hansen), Brecko, Gledson (V), Bülow, Rathgeb, Sebastian, Rydlewicz, Prica (82. Di Salvo), Kern, Schied (58. Arvidsson).

Bochum: Renno – Meichelbeck, Drsek, Maltitz, Pallas – Trojan (V, 84. Grote), Wosz (75. Butscher), Zdebel, Imhof – Fabio Junior (84. Edu), Bechmann.

Tore: 0:1 Bechmann (5.), 0:2 Meichelbeck (8.).

Schiedsrichter: Dr. Helmut Fleischer (Sigmertshausen).

Gelbe Karten: Gledson – Trojan.

Zuschauer: 14.000 im Rostocker Ostseestadion.

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Von Olaf Jenjahn

Olaf Jenjahn war jahrelang Autor und berichtete bei uns aus dem Ostseestadion über die Profis des FC Hansa.

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