Hansa Rostock & die WM 2026: Diese Ex-Hanseaten sind dabei

Wer hätte das gedacht? Diese drei Ex-Hanseaten sind bei der Fußball-WM 2026 dabei und haben eine aktuelle, kurze und intensive Vergangenheit beim FC Hansa Rostock.

Wenn die Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko läuft, ist auch ein Stück FC Hansa Rostock dabei. Im offiziellen Abgleich mit den FIFA-Kaderlisten tauchen drei Namen mit Vergangenheit bei der Kogge auf: Sarpreet Singh im Aufgebot Neuseelands, Dong-gyeong Lee im Kader Südkoreas und Bunesliga-Ikone Sergej Barbarez als Nationaltrainer von Bosnien und Herzegowina.

Sarpreet Singh: Hansas neuseeländischer Kreativspieler auf großer Bühne

Sarpreet Singh kam im Sommer 2023 vom FC Bayern München an die Ostsee. Der neuseeländische Mittelfeldspieler sollte Hansa mit Technik, Spielintelligenz und Kreativität in der offensiven Zentrale verstärken. Seine Zeit in Rostock blieb allerdings kurz: In der Saison 2023/24 absolvierte Singh 16 Pflichtspiele für den FC Hansa und erzielte dabei ein Tor.

Bei der WM 2026 steht Singh im Kader Neuseelands. In der offiziellen FIFA-Liste wird er als Mittelfeldspieler geführt. Seine Rolle im Nationalteam ist die eines technisch starken Spielers, der im Zentrum und in offensiveren Räumen Akzente setzen kann. Der große Fixpunkt der „All Whites“ ist Kapitän Chris Wood, doch Singh bringt genau jene spielerische Qualität mit, die Neuseeland gegen stärkere Gegner braucht: Ballkontrolle, Kreativität und Erfahrung aus dem europäischen Profifußball.

Für Hansa-Fans ist seine WM-Teilnahme vor allem deshalb interessant, weil Singh nach einer schwierigen Rostocker Station trotzdem den Sprung auf die größte Fußballbühne geschafft hat.

Dong-gyeong Lee: Der Leihspieler aus Südkorea ist zurück auf der Weltbühne

Dong-gyeong Lee wechselte am Deadline Day im September 2022 leihweise zum FC Hansa Rostock. Der Südkoreaner kam damals vom FC Schalke 04 an die Ostsee, sein Stammverein war Ulsan Hyundai. Bei Hansa sollte der technisch starke Offensivspieler das Spiel beleben und für mehr Kreativität im Mittelfeld sorgen. Am Ende blieb seine Zeit in Rostock überschaubar: Lee absolvierte zwölf Pflichtspiele für die Kogge und blieb ohne eigenen Treffer.

Bei der WM 2026 gehört Lee nun zum südkoreanischen Aufgebot. In der offiziellen FIFA-Liste wird er als Mittelfeldspieler von Ulsan HD geführt. Innerhalb des Nationalteams ist er keine unumstrittene Stammkraft, aber eine interessante Option für das Zentrum und die offensive Mittelfeldreihe. Südkorea ist mit Stars wie Son Heung-min, Lee Kang-in, Hwang Hee-chan und Lee Jae-sung prominent besetzt. Für Lee geht es deshalb darum, sich über Tempo, Technik und Ballsicherheit Einsatzzeit zu erarbeiten.

Bemerkenswert ist seine Entwicklung nach der Hansa-Zeit: Während sein Engagement in Rostock sportlich eher unauffällig blieb, hat er sich in Südkorea wieder in den Fokus gespielt. Für Hansa-Fans ist Lee damit ein spannender Name bei dieser WM – ein ehemaliger Leihspieler, der über die K League den Weg zurück in die Nationalmannschaft gefunden hat.

Sergej Barbarez: Vom Hansa-Stürmer zum bosnischen Nationaltrainer

Deutlich länger zurück liegt die Hansa-Zeit von Sergej Barbarez – aber sein Name hat an der Ostsee bis heute Klang. Der Bosnier spielte von 1996 bis 1998 für den FC Hansa Rostock, kam durch Frank Pagelsdorf von Union Berlin nach Rostock. In 62 Pflichtspielen erzielte der Angreifer 14 Tore. Danach führte ihn seine Bundesliga-Karriere weiter zu Borussia Dortmund, dem Hamburger SV und Bayer Leverkusen. Beim HSV wurde Barbarez später Bundesliga-Torschützenkönig und zu einer prägenden Figur seiner Generation.

Bei der WM 2026 ist Barbarez nicht als Spieler, sondern als Trainer dabei. Er führt Bosnien und Herzegowina als Head Coach ins Turnier. Damit hat der frühere Hansa-Profi innerhalb seines Nationalteams die zentrale sportliche Rolle: Er entscheidet über Kader, Taktik, Hierarchie und Spielidee. Für Bosnien ist seine WM-Teilnahme auch emotional aufgeladen, denn Barbarez war schon als Spieler eine Identifikationsfigur der Nationalmannschaft.

Aus Rostocker Sicht ist Barbarez der prominenteste Hansa-Bezug dieser WM. Seine Karriere zeigt, wie weit der Weg von der Ostsee führen kann: erst als Stürmer in der Bundesliga, später als Nationaltrainer auf der Weltbühne.

Der Hansa-Blick auf die WM 2026

Der FC Hansa Rostock ist bei der WM 2026 mit drei sehr unterschiedlichen Geschichten vertreten. Sarpreet Singh steht als aktiver Spieler im neuseeländischen Kader und bringt eine kurze, aber aktuelle Hansa-Vergangenheit mit. Dong-gyeong Lee ist für Südkorea dabei und erinnert an eine Leihe, die in Rostock sportlich nur kurz aufblitzte. Sergej Barbarez steht als Nationaltrainer Bosniens an der Seitenlinie und verbindet die WM mit einer Bundesliga-Ära, in der Hansa große Namen hervorbrachte.

Für Hansa-Fans lohnt sich der Blick also gleich auf mehrere Teams: auf Neuseeland mit Sarpreet Singh, auf Südkorea mit Dong-gyeong Lee und auf Bosnien und Herzegowina mit Sergej Barbarez. Drei Namen, drei Rollen, eine gemeinsame Verbindung: Alle trugen einst die Hansa-Kogge auf der Brust.

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