Hinten wacklig und vorne ohne Durchschlagskraft

Der kommentarlose Blick auf die Statistik und die Tabellensituation des FC Hansa Rostock spricht der gesamten Mannschaft Zweitliga-Niveau ab. Ein Sieg aus 17 Spielen sowie elf Punkte und elf Tore stehen für die Mannschaft von Peter Vollmann zur Halbzeit der Saison 2011/12 zu Buche.

Der kommentarlose Blick auf die Statistik und die Tabellensituation des FC Hansa Rostock spricht der gesamten Mannschaft Zweitliga-Niveau ab. Ein Sieg aus 17 Spielen sowie elf Punkte und elf Tore stehen für die Mannschaft von Peter Vollmann zur Halbzeit der Saison 2011/12 zu Buche.

Auch am Samstag gab es bei der zielstrebigen und effektiven SpVgg Greuther Fürth nichts zu holen. Mit 0:3 (0:1) unterlagen die Rostocker eindeutig und offenbarten ihre bekannten Schwächen. Hinten wacklig und vorne ohne Durchschlagskraft, ein Spiegelbild des gesamten ersten Saisonverlaufes. Als Vorletzter der Liga sieht es auch nach dieser Vorstellung nicht nach Besserung aus. Noch nie schaffte ein Zweitligist mit elf Punkten nach der Hinrunde den Klassenerhalt. „Dann sind wir eben die Ersten. Man sollte immer Hoffnung haben.“, verlautete Manager Stefan Beinlich die Parole zum Saisonziel nach 34 Spieltagen.

Im Vergleich zum Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin gab es in der Startelf zwei personelle Änderungen sowie drei Umstellungen. Für Peter Schyrba und Tobias Jänicke, die diesmal auf der Ersatzbank Platz nahmen, kehrten der wieder genesene Kapitän Sebastian Pelzer sowie nach abgesessener Gelb-Sperre Dominic Peitz in die erste Elf zurück. Neue Positionen bekleideten Robert Müller, der diesmal für Schyrba als Rechtsverteidiger agierte, sowie Michael Blum, der an Stelle von Jänicke wieder die offensive linke Außenbahn besetzte. Zudem agierte Marek Mintal als zweite Sturmspitze.

In der Anfangsphase waren Chancen auf beiden Seiten Mangelware, doch nach elf Spielminuten war es dann Olivier Occean, der eine Hereingabe von Schmidtgal verwerten konnte und wieder einmal sah sich der FCH im Rückstand. In der Phase nach dem Führungstreffer beruhigte sich das Geschehen erst einmal wieder etwas. Auf Rostocker Seite war ein abgefälschter Fernschuss von Sebastian Pelzer, der links neben das Tor ging (24.) und ein Schuss von Björn Ziegenbein nach einer Ecke von Michael Blum, der jedoch über die Latte ging, zu notieren. Zur zweiten Halbzeit kam dann Tobias Jänicke ins Spiel und ersetzte den bereits verwarnten und ermahnten Dominic Peitz, für den Michael Blum nun defensiv vor der Abwehr agierte. Der frische Jänicke war es auch, der mit einem schnellen Konterstoß die erste Torgelegenheit der zweiten Halbzeit einleitete. Nach Ablage auf Björn Ziegenbein ging dessen Flachschuss um wenige Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (53.) – es sollte die beste Rostocker Chance gewesen sein. Wie man es deutlich effektiver macht, bewiesen dann die Franken, die im Stile einer Spitzenmannschaft durch Schröck (58.) und Sararer (75.) auf 2:0 und 3:0 erhöhen konnten. Damit war die Partie entschieden und ein möglicher Punktgewinn in weite Ferne gerückt.

Der FC Hansa bleibt tief im Abstiegsschlammassel stecken und hat mit Problemen auf sämtlichen Ebenen zu kämpfen. Am Freitag geht’s in Paderborn weiter, dann folgt noch ein Heimspiel gegen Dynamo Dresden.

Trainerstimmen

Peter Vollmann (Rostock): Ich denke, es gibt keine Diskussionen darüber, dass Greuther Fürth hier als verdienter Sieger vom Platz gegangen ist. Das frühe Tor hat uns die Ausgangsposition ein bisschen erschwert, weil wir das 0:0 einfach länger halten wollten. In der ersten Halbzeit gab es dann immer wieder Aktionen, in denen sich Fürth durchsetzen konnte. Wir haben sicherlich auch einige Möglichkeiten gehabt, aber letztendlich hat immer die entscheidende Durchschlagskraft gefehlt, um richtig torgefährlich zu werden. Die zweite Halbzeit geht noch klarer an Fürth, weil wir dann auch defensiv grobe Fehler gemacht haben, die zum 2:0 und 3:0 geführt haben. Wir haben im Spiel nach vorn nichts Entscheidendes mehr bewegen können, sodass der Sieg auch in der Höhe in Ordnung geht.“

Mike Büskens (Fürth): Wir haben heute vollkommen verdient gewonnen. Wir waren gegen einen tief stehenden Gegner geduldig und haben gewartet bis sich irgendwo eine Tür öffnet, durch diese Tür sind wir dann gegangen und haben unsere Treffer erzielt. Alles in allem können wir mit dem heutigen Spiel und auch mit der gesamten Hinrunde sehr zufrieden sein.

2. Bundesliga 2011/12, 17. Spieltag
SpVgg Greuter Fürth – FC Hansa Rostock 3:0 (1:0)

Fürth: Grün – Nehrig, Kleine, Mavraj, Schmidtgal – Fürstner, Prib, Sararer, Schröck (79. Pektürk) – Occean (85. Onuegbu), Schahin (79. Nöthe).

Rostock: K. Müller – R. Müller, Kostal, Holst, Pelzer – Peitz (46. Jänicke), Perthel, Ziegenbein, Blum – Mintal, Albrecht (71. Semmer).

Tore: 1:0 Occean (11.), 2:0 Schröck (58.), 3:0 Sararer (75.)

Schiedsrichter: Robert Kempter (Sauldorf) .

Gelbe Karten: Schahin – Peitz, Ziegenbein, R. Müller, Pelzer.

Zuschauer: 7.480 in der Fürther Trolli-Arena.

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Von Arne Taron

Arne arbeite schon seit vielen Jahren als Freier Journalist in Rostock. Zu seinen "Steckenpferden" gehören im Rostocker Sport u.a. die Berichterstattung über den Rostocker Eishockey Club (REC). Zudem berichtet er in der lokalen Sportpresse über den Nachwuchs des FC Hansa Rostock und nicht zuletzt auch über den Rostocker Kreisfußball.

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