Könnte man nicht sogar noch aufsteigen?

Unser Kolumnist fragt sich das Unmögliche oder doch nicht?

Moin, sagt mal, was ist denn hier los?! Ist das geil! Und so langsam wird’s historisch. Gehen wir es mal gemeinsam durch: Der vierte Sieg in Folge, das letzte Mal gelang das 1995 mit Pagelsdorf. Und dann auch noch gegen die „Braunen“ aus Hamburg, gegen die wir seit 2008 nicht mehr gewonnen haben. John Verhoek stellt Paule Beinlichs Vereinsrekord als Torschützenkönig der Saison ein und Coach Härtel ist mittlerweile genauso lange im Amt wie Frank Pagelsdorf damals. Ach und unser 4:1 in Dresden war doch auch seit über 30 Jahren das erste Mal wieder, dass wir dort gewonnen haben. Mir kam jetzt der Gedanke, was wäre eigentlich, wenn wir die letzten sechs Spiele auch alle gewinnen? Das wären nochmal 18 Punkte plus 37 macht, laut Adam Ries, 55! Könnte man damit nicht sogar noch aufsteigen? (Ich bin so ein Scherzkeks, gell?) Egal ob diese HANSA-Saison irgendwann mal als historisch betitelt wird, es ist einfach nur geil gerade.

Diese vier Siege in Folge habe ich übrigens auf so unterschiedlichste Art und Weise erlebt, „wie wo nur geht“. Während unseres Spiels auf Schalke war ich mit dem Zug auf dem Weg nach MeckPomm zum 80. Geburtstag meines Vaters (Eine Kombi mit einem Abstecher nach Gelsenkirchen war aus verschiedenen Gründen nicht möglich). Während des Spiels bewegte ich mich zwischen Berlin Hbf (tief) und Neubrandenburg. Wer das schon mal mit der Bahn gefahren ist, weiß dass das Wort Funkloch zwei Bedeutungen hat. Neben der normalen Bedeutung gibt es noch die zwischen Berlin und Neubrandenburg: Es gibt Löcher in denen du Funkempfang hast, der Rest ist funklose Fläche. Damit war klar, ich würde unser Spiel auf Schalke nicht per Sky-Ticket oder HANSA-Fanradio verfolgen können. Ein Transistorradio hatte ich auch nicht dabei, also entschied ich mich für Liveticker übers Handy, und zwar drei gleichzeitig. Der Ticker der HANSA-App (sehr schnell und mit Torjubel bei HANSA-Toren), der OneFootball-Ticker (auch schnell, ausführlicher und mit Jubelgeräuschen bei jedem Tor) und dann noch die kicker-App (langsam aber seriös). Irgendwie kriegte ich tatsächlich unsere drei Führungstreffer mit, und die Terodde-Tore. Aber als ich mich schon mit dem Punktgewinn abgefunden hatte, und mein Handy mal wieder „kein Signal“ anzeigte, da ertönte plötzlich wie aus dem Nichts der HANSA-App-Torjubel … Danach wieder Funkstille, nichts, „kein Signal“. Der Zug hatte schon in Burg Stargard gehalten und war quasi schon in Neubrandenburg, aber „kein Signal“! Ich bin fast durchgedreht, bis wir endlich in Neubrandenburg einfuhren und ich dreimal schwarz auf weiß lesen konnte, dass wir wirklich noch 4:3 gewonnen hatten. Mein Grinsen war so breit, das konnte man sogar unter der Maske sehen. Geil wars, auch wegen solcher Ticker-Perlen: „… Breier nimmt den Ball volley und Calhanoglu fälscht noch ab, so dass die Kugel an Fraisl vorbei den Web ins Netzt findete.“ (Zitat kicker-App), aber auch tierisch nervenaufreibend!

Das galt auch für unseren Heimsieg gegen Kiel am nächsten Wochenende. Denn den verfolgte ich mit unserem Fanradio. Und wer Arvid & Co schon mal 90 Minuten zugehört hat, der weiß wieviele Nerven man da lassen kann. Ist allerdings auch logisch, denn im Fanradio wird ein angekommener Querpass am eigenen Strafraum ja schon kommentiert, als ob Verhoek gerade um Haaresbreite den Siegtreffer verpasst hat. Trotzdem geil!

Am entspanntesten war noch unser Auswärtssieg in Sandhausen. Gepflegte 40 minütige Anreise mit der S-Bahn, am Bahnhof nur ne ganze Menge HANSA-Hotten und ganz viel Polizei, Treffen mit Neffe plus Familie und Freunden, anschließender Waldspaziergang zum Stadion, drinnen Heimfeeling im Away-Sektor, Sieg, AHU und Abendessen in Heidelberg, einfach geil!

Na ja und dann das Spiel nach der Länderspielpause gegen die „Braunen“ aus Hamburg im ausverkauften Ostseestadion, diesmal zuhause im Free-TV. Okay, die 250g-Cashew-Dose war schon in der ersten Halbzeit alle und meine Liebste kam in der zweiten ins Zimmer mit der Aufforderung: „nicht so laut zu schreien, sonst denken die Nachbarn noch, ich werde von ihr geschlagen“, aber ansonsten? … Einfach nur geil, geil, geil.

Und so kann es gerne bis zum Saisonende weitergehen. Oder?

AHU und Sport frei
vom Rhein an die Ostsee
Olaf Peters

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Von Olaf Peters

Olaf Peters, Jahrgang 1971, war mit sieben das erste Mal im Ostseestadion und leidenschaftet seit dem mit unserem FCH.

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