Rückrundenstart: Üben in der Winterpause

Und schon wieder ist alles vorbei: Der erträumte Rückrundenstart, die Faschingszeit und hier, in meinem Wohnbundesland, nun auch das Recht auf freies Qualmverbreiten. Aber mal schön der Reihe nach.

Über die peinliche Nummer unseres FC HANSA in Hoffenheim wurde genügend geschrieben, muß ich mich also nicht mehr drüber auslassen.

Und schon wieder ist alles vorbei: Der erträumte Rückrundenstart, die Faschingszeit und hier, in meinem Wohnbundesland, nun auch das Recht auf freies Qualmverbreiten. Aber mal schön der Reihe nach.

Über die peinliche Nummer unseres FC HANSA in Hoffenheim wurde genügend geschrieben, muß ich mich also nicht mehr drüber auslassen. Es sei denn, man wirft noch mal einen Blick auf das Drumherum: Zuerst noch positiv, war ich echt überrascht, wie viele HANSA-Fans in Mannheim und Heidelberg die Regionalbahn enterten. Wir scheinen hier im Süden doch mehr zu sein, als ich dachte. Gut zu wissen. Daß mir das vorher nicht klar war, liegt wahrscheinlich an dem Problem, dass auch zwei Hoffenheim-Fans hatten, mit denen zusammen ich ein kleines Stück des Berges zum Stadion hinauf stapfte. Auf ihre Frage: Wie lang denn meine Anreise war? Antwortete ich: Ne halbe Stunde, ich wohn hier in der Gegend. Auf die Fragezeichen in ihren Gesichtern wiederum: Tja, wir reden nicht sächsisch, darum erkennt ihr uns nicht als Ossis. (Wir sind unter euch und werden immer mehr!) Auf dem Stadionhügel angekommen, begannen dann die Probleme: Mein „Südwestkurve“-Fanclub-Kumpel Mario hatte mein Ticket und sein Handy aus, also umkreiste ich, auf der Suche nach ihm, einmal das ganze Stadion (gut, daß das Ding noch ein Dorfplatz ist), begegnete beknackten Bullenketten, Ordnern, die sich nicht auskannten und unsinnigen Vorschriften, die mich kurzzeitig zum Waldläufer machten. Endlich an der Einlasskontrolle angekommen, „durfte“ ich dann auch noch meine Proviantwasserflasche und zwei (von drei) meiner Kullis wegschmeißen, wegen, klar, Waffen und so. Und im Block ging es dann grad so weiter. Banner aufhängen wurde ein 60-minütiges Abenteuer, Megaphon war im Arsch, Gesang- und Rhytmussynchronität ließen öfters zu wünschen übrig. Am Ende sagte ich: „Irgendwie war es, als ob Mannschaft und Fans noch am Üben in der Winterpause sind.“ Was soll’s, Arschlecken, weitermachen – am Freitag im Ostseestadion gegen den FC Brrr. Über die bescheuerte Aktion am Laager Flugplatz verliere ich am besten keine weiteren Worte sonst kommt noch Jemand auf die Idee, jeden Gegner mit Spalier zu empfangen.

Das Ostseestadion sah am Freitag auf der großen Leinwand dann sehr telegen aus, auch wenn schnell klar wurde, dass das alles nur TV-inszeniert war. (Sah im Stadion bestimmt lustig aus, wenn nur auf drei von vier Seiten Jubelfähnchen gewedelt wurden.) Zum Spiel ist schon alles gesagt und geschrieben worden, und wenn wir am Samstag in Nürnberg ohne Agali auflaufen, dann haben wir wahrscheinlich sogar eine gute Chance, mehr als ein Tor zu schießen, und die nötigen drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Ok, was hab ich am Anfang noch beendet? Ach ja, Fasching! Na Gott sei dank ist das auch wieder vorbei. Als Nichtrheinländer im Rheinland geht mir diese massenhafte, besoffene Feierei nämlich jedes Mal ziemlich auf den Senkel. Und dann ist es nun auch hier soweit: Rauchverbot überall! Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung (Ist das eigentlich ein anderes Wort für Dealer?) hat sich übrigens, pünktlich zum Rückrundenstart, mal wieder gemeldet und Rauchverbot auch in Fußballstadien gefordert, schließlich ist hier die Gefahr des Passivrauchens besonders groß! (Wahrscheinlich war die mal auf Schalke als da ein PUR-Konzert stattfand…). Ich freue mich schon darauf wie es sein wird, wenn Ordnungskräfte einen 6000-Fans-Block nach den fünf Rauchern durchsuchen, um sie des Stadions zu verweisen. Schließlich „kann Rauchen tödlich sein!“ Schwimmen übrigens auch!

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Von Olaf Peters

Olaf Peters, Jahrgang 1971, war mit sieben das erste Mal im Ostseestadion und leidenschaftet seit dem mit unserem FCH.

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