Unentschieden zu wenig für Hansa

Es hat mal wieder nicht sein sollen für die Profis des FC Hansa Rostock. Die stark abstiegsbedrohte Mannschaft von Trainer Wolfgang Wolf schaffte auch in Karlsruhe nicht den so wichtigen ersten Auswärtssieg der Saison und musste sich am Ende trotz zweimaliger Führung mit einem 2:2 (1:1) zufrieden geben.

Es hat mal wieder nicht sein sollen für die Profis des FC Hansa Rostock. Die stark abstiegsbedrohte Mannschaft von Trainer Wolfgang Wolf schaffte auch in Karlsruhe nicht den so wichtigen ersten Auswärtssieg der Saison und musste sich am Ende trotz zweimaliger Führung mit einem 2:2 (1:1) zufrieden geben. Ein Punkt, der gerade auch angesichts der teilweise überraschenden Punktgewinne der anderen abstiegsbedrohten Teams, viel zu wenig sein dürfte. Statt mit einem Sieg die rote Laterne an den KSC abzugeben, bleibt es dabei, dass der FCH mit nunmehr 17 Punkten Tabellenschlusslicht ist und die Karlsruher mit 20 Punkten Vorletzter. Der Relegationsplatz ist nun vier Punkte weg, das rettende Ufer allerdings schon sieben Punkte.

Im Vergleich zum Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt musste Trainer Wolfgang Wolf zwei Veränderungen in der Startelf vornehmen. Für den verletzten Kapitän Sebastian Pelzer und den angeschlagenen Stürmer Freddy Borg, der immerhin noch auf der Bank Platz nehmen konnte, wurden Tom Weilandt und Edisson Jordanov für die Anfangsformation nominiert. Die beiden Youngster agierten im offensiven Mittelfeld, das gegen den Karlsruher SC komplett umgebaut wurde. Während Tobias Jänicke die Seite wechselte, rückten Timo Perthel in die Abwehrkette und Marek Mintal in die Sturmspitze.

Der Beginn der Partie gehörte weitgehend den Gastgebern, in deren Reihen Iashvili immer wieder für viel Gefahr sorgte. Die Führung für die Rostocker fiel dann in der 36. Spielminute, als Mintal auf Jänicke passt und dessen Hereingabe der Karlsruher Staffeldt ins eigene Tor abfälscht. Weilandt (37.) und Janecka (40.) hatten Möglichkeiten weiter zu erhöhen. Statt des zweiten Rostocker Tores fiel aber noch in der ersten Hälfte der Ausgleich. Aus abseitsverdächtiger Position konnte Iashvili ausgleichen (45.). Der Beginn der zweiten Hälfte gehört dann wieder mehr oder weniger den Hausherren. Nach einer knappen Stunde brachte Trainer Wolf mit Michael Blum und Freddy Borg (für Jänicke und den gelb-rot gefährdeten Jordanov) gleich zwei frische Kräfte. Dies sollte sich auch umgehend bezahlt machen – nach herrlichem Zuspiel von Marek Mintal nahm der Schwede Maß und traf aus halblinker Position ins rechte obere Eck, das vierte Saisontor für den Rostocker Publikumsliebling. Mit dem Schwung der Führung waren nun wieder die Rostocker obenauf und hatten durch Robert Müller (67., Kopfball drüber), Mintal (71., Kopfball in die Arme des Karlsruher Keepers) und Semmer (75., gehalten) ihre Chancen. Elf Minuten vor Ultimo fiel aber doch der erneute Ausgleich, Tom Weilandt unterläuft ein äußerst unglückliches Handspiel und Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus entscheidet sofort auf Strafstoß, diese Chance ließ sich der Georgier Iashvili nicht nehmen und netzte zum 2:2 ein (79.). Die Schlussphase gehört wieder den Rostockern, die dem dritten und womöglich entscheidenden Treffer deutlich näher als die Gastgeber waren. So bleib es beim Unentschieden, für beide Teams zu wenig.

Trainerstimmen

Wolfgang Wolf (Rostock): Heute fällt es mir wirklich schwer über das Spiel zu sprechen, weil Aufwand und Ertrag in keinster Weise übereinstimmen. Man hat, denke ich, über die 90 Minuten gemerkt, dass wir dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Die erste Halbzeit gestaltete sich im Großen und Ganzen ausgeglichen, allerdings müssen wir nach dem 0:1 die Führung mit in die Pause nehmen. Dennoch war der Ausgleich aufgrund der Chancen die der KSC hatte, nicht unverdient. In der zweiten Hälfte waren wir dann klar überlegen, konnten die Lücken schließen und uns einige klare Torchancen herausspielen. Ich habe dann mit meinen Wechseln alles riskiert, zumal sich Timo Perthel eine Gesichtsverletzung zugezogen hat und Eddi Jordanov Gelb-Rot gefährdet war. Ich bin dann das Risiko eingegangen Freddy Borg, der unter der Woche verletzt war, zu bringen. Mit seinem Tor sind wir dafür schlussendlich auch belohnt worden. Danach hatten wir das Spiel im Griff und ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass der KSC noch gefährlich werden kann. Und dann steht es plötzlich doch 2:2.
Trotz allem muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment dafür machen, dass sie weiter gefightet hat, nicht in sich zusammen gefallen ist und sogar auf das 3:2 gespielt hat. Natürlich müssen wir in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielen. So steht es, auch dank eines überragenden Alexander Iashvili am Ende nur 2:2.

Jörn Andersen (Karlsruhe): Wolfgang kann denke ich zufrieden sein, ich bin es nicht. Wir waren in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft, haben es allerdings nicht geschafft eine unserer guten Chancen zu nutzen. Durch ein Eigentor geraten wir dann in Rückstand, was uns, gerade vor unserem eigenen Publikum, nicht passieren darf. Gott sei Dank sind wir dann noch vor der Pause durch Iashvili zum Ausgleich gekommen. In der zweiten Hälfte wollten wir dann etwas stabiler auftreten, haben es allerdings nicht geschafft diese leichten Ballverluste im Zentrum abzustellen, und somit die Rostocker teilweise zu Torchancen eingeladen. Folgerichtig sind wir dann wie letzte Woche beim FC. St. Pauli auch, durch einen Sonntagsschuss wieder in Rückstand geraten. Zum Glück sind wir dann durch den Elfmeter doch noch zum Ausgleich gekommen. Dennoch ist dieses Unentschieden für beide Mannschaften zu wenig.

2. Bundesliga 2011/12, 26. Spieltag
Karlsruher SC – FC Hansa Rostock 2:2 (1:1)

Karlsruhe: Orlishausen – Staffeldt, Soumare, Rada, Charalambous – Haas, Groß (77. Krebs), Buckley (73. Lavric), Calhanoglu (65. Mahop) – Terrazzino, Iashvili.

Rostock: K. Müller – Janecka, Holst, Gusche, Perthel (74. Semmer) – Wiemann, R. Müller, Jordanov (57. Borg), Jänicke (54. Blum), Weilandt – Mintal.

Tore: 0:1 Staffeldt (36. Eigentor), 1:1 Iashvili (45.+1), 1:2 Borg (61.), 2:2 Iashvili (79., Handlfmeter).

Schiedsrichter: Bibiana Steinhaus (Hannover).

Gelbe Karten: Buckley, Haas, Staffeldt – Jordanov, Wiemann. Weilandt.

Zuschauer: 15.055 im Karlsruher Wildparkstadion.

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Von Arne Taron

Arne arbeite schon seit vielen Jahren als Freier Journalist in Rostock. Zu seinen "Steckenpferden" gehören im Rostocker Sport u.a. die Berichterstattung über den Rostocker Eishockey Club (REC). Zudem berichtet er in der lokalen Sportpresse über den Nachwuchs des FC Hansa Rostock und nicht zuletzt auch über den Rostocker Kreisfußball.

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