Hansa stellt gegen 1860 München Klassenerhalt sicher

Der FC Hansa Rostock spielt auch in der nächsten Saison in der ersten Bundesliga. Die Jungs von der Ostsee übersprangen am vergangenen Sonntag die magische 40-Punkte-Grenze und haben damit nun auch rein rechnerisch den Klassenerhalt gesichert.

Der FC Hansa Rostock spielt auch in der nächsten Saison in der ersten Bundesliga. Die Jungs von der Ostsee übersprangen am vergangenen Sonntag die magische 40-Punkte-Grenze und haben damit nun auch rein rechnerisch den Klassenerhalt gesichert. Vor 25 000 Zuschauer im Rostocker Ostseestadion setzen die Mecklenburger mit einem 3:0 (1:0)-Erfolg gegen den arg Abstiegsbedrohten TSV 1860 München den endgültigen Stich. Somit erleben wir den weiß-blauen Traditionsverein nun im nächsten Spieljahr in der zehnten Saison in der Eliteliga.

Den Löwen aus München war zu Beginn der Partie anzumerken, dass es sich in diesem Match um ihre letzte Chance handelte. Bereits in der 6. Spielminute ermöglichte sich die erste Chance für die Gäste. Ein langer Pass landete beim wieder erstarkten Agostino, der gekonnt auf den herannahenden Tyce ablegte. Dieser schloss ab, scheiterte jedoch am sichren Rückhalt der Rostocker, in Person von Kapitän Mathias Schober. Hansas erste Chance dann nach gut zehn Minuten – ein Freistoß von René Rydlewicz ging zunächst noch über das Tor. Nach 15 Minuten dann der erste Jubelschrei der Hansa Fans: Ein langer Pass von Joakim Persson, der eher als Befreiungsschlag gedacht war, landete in der Nähe des 60er Strafraum. Löwentorwart Miachael Hofmann klärte außerhalb des Strafraums mit dem Kopf vor dem herannahenden Maul. Seine Abwehr war jedoch zu kurz, so dass der Ball vor den Füßen unseres MAXimators landete. Max ließ sich die Chance nicht entgehen und schoss aus gut 22 Metern ins leere Löwen-Tor. Sein bisher 20. Saisontor, mit dem er seine eigene Bestmarke an Toren innerhalb einer Spielzeit toppte. Die Löwen zeigten sich daraufhin nur wenig geschockt. Einen Freistoß aus über 30 Metern konnte Schober gerade noch über die Latte lenken. Insgesamt zeigten sich die Münchener in der ersten Halbzeit zwar bemüht, brachten die Jungs von der Ostsee jedoch nie in ernsthafte Bedrängnis.

Bereits drei Minuten nach Wideranpfiff die Vorentscheidung: Einen an von Marco Kurz an Martin Max verschuldeten Elfmeter verwandelte René Rydlewicz mit seinem 7. Saisontreffer sicher in die linke Ecke und ließ Keeper Hofmann keine Chance. Die Gastgeber standen in der Folgezeit sicher und hofften nun auf Konter. Magnus Arvidsson ließ sich die erste Gelegenheit nehmen und scheiterte am nun gut aufgelegten Michael Hofmann (57.). Eine Viertelstunde vor Ende war von den Löwen nicht mehr viel zu sehen. Ein Drehschuss von Max landet in den Armen von Hofmann, Rade Prica traf im Anschluss nur das Außennetz. Dann die endgültige Entscheidung. Ein mustergültiger Pass vom zuvor eingewechselten Rade Prica landete bei Razundara Tjikuzu. Dieser ließ sich die Chance nicht nehmen und schob sicher aus fünf Metern zum 3:0 ein. Die Rostocker in den letzten zehn Minuten sehr unterhaltsam – der eingewechselte Thomas Meggle scheiterte erneut an Hofmann. Letztmalige für Belebung auf Seiten der Gäste sorgte ein Freistoß, Sekunden vor Abpfif,f der allerdings am Aluminium-Querbalken des Schober-Gehäuses seine Marke hinterließ.

Mit dieser bitteren aber nicht gerade unverdienten Auswärts-Niederlage der Löwen, wird es in der kommenden Saison wohl kein Münchener Stadtderby mehr im Spielplan der Fußball-Bundesliga zu finden sein. Mit nun vier Punkten Rückstand benötigen die Sechziger nun schon sechs Punkte aus den beiden letzten Spielen gegen Mönchengladbach und Berlin. Die Eintracht aus Frankfurt hat sich bereits mit ihrer Niederlage am Samstag gegen Hannover 96 um alle Chancen gebracht, die Klasse zu erhalten. Die Hansa-Kogge hingegen schwimmt oben auf und hat die Chance, die aktuelle Bundesliga-Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz zu beenden. Dies wäre im Falle eines Bremer Pokalsiegs gleichbedeutend mit der Teilnahme am Ligapokal und einem Antrittsgeld von 256.000 €. Mit vier Punkten aus den beiden letzten Spielen in Köln und gegen den neuen Deutschen Meister Werder Bremen sollte dies gelingen. Zu guter Letzt noch Gratulation an die Weser zum Deutschen-Fußball-Meister 2004, die Mannschaft des SV Werder Bremen um Trainer Thomas Schaaf. Auf ein Widersehen am 34. Spieltag, 22. Mai 2004 um 15:30 Uhr, zum Saisonfinale im Rostocker Ostseestadion.

1. Bundesliga 2003/04, 32. Spieltag
FC Hansa Rostock – TSV 1860 München 3:0 (1:0)

Rostock: Schober – Möhrle, Persson, K. Madsen, Hill – Tjikuzu, Maul – Lantz (83. Meggle) – Rydlewicz (87. Di Salvo) – Arvidsson (75. Prica), Max.

Tore: 1:0 Max (15.), 2:0 Rydlewicz (48.,), 3:0 Tjikuzu (83.).

Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg).

Zuschauer: 23 000 im Rostocker Ostseestadion.

Gelbe Karten: K. Madsen, Max – Kurz, Hofmann, Agostino, Schroth.

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Von Andreas Steinborn

Andreas schrieb zu Bundesliga-Zeiten über unseren FC Hansa.

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