Kucukovic rettet Hansa Rostock in der Nachspielzeit per Doppelpack

Der FC Hansa Rostock konnte mit einem grandiosen Schlussspurt in der Nachspielzeit eine Niederlage gegen den VfL Osnabrück abwenden. Der in Rostock nicht unbekannte Addy-Waku Menga brachte die Gäste in der 58.

Der FC Hansa Rostock konnte mit einem grandiosen Schlussspurt in der Nachspielzeit eine Niederlage gegen den VfL Osnabrück abwenden. Der in Rostock nicht unbekannte Addy-Waku Menga brachte die Gäste in der 58. Minute in Front, in der 82. Minute erhöhte Feldhahn per Foulelfmeter auf 2:0. Der eingewechselte Mustafa Kucukovic konnte in der Nachspielzeit verkürzen, mit der letzten Aktion des Spiel brachte erneut Kucukovic den Ball nach einem Freistoß zum 2:2 im Tor unter.

Hansa-Trainer Peter Vollmann musste seine Defensive erneut umbauen, da nach Shervin Radjabai-Fardi und Sebastian Pelzer mit Martin Pett auch der dritte etatmäßige Linksverteidiger ausgefallen war. Sascha Schünemann half wie schon im letzten Spiel in Dortmund aus. Zentral spielte Denis-Danso Weidlich, Christian Stuff musste sich erneut mit einem Platz auf der Bank begnügen. Das gleiche Schicksal ereilte Stammtorhüter Jörg Hahnel, der seine Sperre zwar abgesessen hatte, sich aber dennoch hinter Johannes Brinkies einreihen musste. Im Angriff begann Marcel Ziemer.

Die Rostocker bekamen die Partie nicht sofort nach Anpfiff unter Kontrolle, was zu einigen Halbchancen der Gäste führte. Iljutcenko köpfte in der dritten Spielminute das erste Mal auf das Tor, stellte damit Brinkies aber vor keine Probleme. In der 12. Minute zog Pisot ab, verfehlte aber das Rostocker Tor. Auch Ex-Hanseat Addy-Waku Menga zeigte in der 15. Minute das erste Mal seine Qualität, blieb mit seinem Solo aber schlussendlich doch in der Rostocker Defensive hängen. In der Folge kämpfte sich Hansa aber in die Partie und erarbeitete sich Stück für Stück ein optisches Übergewicht. In der 26. Minute ergab sich eine Möglichkeit für Dennis Srbeny, der allerdings Probleme bei der Kontrolle einer Flanke von Bickel hatte und so nicht zum Abschluss kam, Ziemers Nachschuss landete im am Boden liegenden Mitspieler. Kurz darauf verfehlte Bickel mit einem direkten Freistoß das Tor der Gäste um einen Meter, in der 32. Minute landete Ziemers Kopfball nach einer Ecke nur knapp neben dem Kasten der Gäste. Den nächsten Freistoß aus guter Position für die Rostocker trat dann Stevanovic in der 39. Spielminute, sein abgefälschter Schuss erwischte Osnabrücks Keeper Heuer Fernandes zwar auf dem falschen Fuß, ging aber auch knapp am Tor vorbei. Nachdem sich noch einmal Stevanovic erfolglos aus der Distanz probiert hatte, hatte Menga für Osnabrück kurz vor der Halbzeit noch eine gute Chance nach einem weiten Einwurf, traf den Ball aber nicht perfekt und stellte so Brinkies vor keine größeren Probleme.

Die zweite Hälfte begann für die Rostocker mit einem Freistoß von Bickel, den Fernandes immerhin zur Ecke abwehren musste. In der 52. Minute fand Bickel per Flanke Ziemer am zweiten Pfosten, dessen Kopfball jedoch nicht den Weg ins Tor der Gäste. Hansa entwickelte zu wenig Durchschlagskraft und die Gäste bestraften das in der 58. Minute. Eine Seitenverlagerung auf rechts, eine halbhohe Flanke auf Menga und ein sehenswerter Volleyabschluss des ehemaligen Rostockers ins rechte Eck reichte den Gästen zur Führung. Hansa ließ sich von dem Rückstand jedoch nicht einschüchtern und antwortete mit weiteren Angriffsbemühungen. Srbeny bekam in der 64. Minute jedoch keine klare Aktion zustande und Blacha schoß in der 65. nach Kopfballverlängerung von Ziemer weit über das Tor. Zwei Minuten später spielte Schünemann eine schöne Verlagerung in den Lauf des gestarteten Bickel, der den Ball zwar mitnehmen, jedoch nicht mehr abschließen konnte. Trainer Vollmann reagierte und brachte in der 67. Minute mit Mustafa Kucukovic einen zweiten echten Stürmer für Dennis Srbeny. In der Folge verlor Hansa zwar nicht das Engagement, aber etwas den Faden. Schünemann war in der 70. Minute in guter Position, fand aber keine Anspielstation und vertändelte den Ball im Dribbling. In der 75. Minute zwang David Blacha den Gästekeeper zu einer starken Parade, die anschließende Ecke brachte über Stevanovic ebenfalls Gefahr, doch seine Hereingabe konnten die Rostocker im Gewühl im Fünfmeterraum nicht im Tor unterbringen. Osnabrück boten sich Räume zum Kontern und ein solcher führte in der 82. Minute zum 0:2. Keeper Johannes Brinkies war etwas zu spät herausgekommen und erwischte so einen Spieler der Gäste unfair im Strafraum. Den fälligen Strafstoß verwandelte Nicolas Feldhahn sicher. Hansa war in der Folge merklich angeknockt. Es ergaben sich noch einige Halbchancen, so verfehlte David Blacha in der 89. Minute das Gästetor nur knapp, an eine Wende war zu diesem Zeitpunkt nicht zu denken. In der ersten Minute der Nachspielzeit kam dann aber noch einmal ein Anspiel auf Kucukovic in den Sechzehner der Gäste und der eingewechselte Stürmer vollendete eiskalt zum 1:2. Hansa versuchte noch einmal alles, brachte alle Spieler nach vorne und versuchte die Gäste weiter unter Druck zu setzen. In der letzten Minute der Nachspielzeit erarbeiteten sich die Rostocker noch einen Freistoß in der Hälfte der Gäste, auch Torhüter Brinkies ging mit mit nach vorne. Stevanovic brachte den Ball per Freistoßflanke in den Strafraum, der Ball wurde noch einmal verlängert und Kucukovic schoss mit der letzten Aktion des Spiels den Ball ins Tor der Gäste zum nicht mehr möglich gehaltenen Ausgleich. Das Ostseestadion verwandelte sich in ein Tollhaus, wo ein paar Minuten vorher noch eine kämpfende Mannschaft gefordert wurde, war jetzt ob der kämpferischen Leistung grenzenloser Jubel.

Auch wenn sich der FC Hansa mit diesem fulminanten Schlussspurt noch einen Punkt erarbeitete, bleibt die sportliche Situation an der Ostsee prekär. Da parallel die SG Sonnenhof-Großaspach gewann ist der Aufsteiger auf dem ersten Abstiegsplatz punktgleich mit den Rostockern auf Platz 17, sollte die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund am Wochenende gewinnen droht dem FC Hansa ein Abstiegsplatz.

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Von Redaktion

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