EM 2024: Alle 26 Spieler im DFB-Kader

Der DFB wählte eine neue Form der Kader-Nominierung für die EM 2024. Über eine PR-Kampagne wurden die einzelnen Spieler für den DFB-Kader 2024 vorgestellt.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wählt eine neue Form der Kader-Nominierung für die EM 2024. Die Spieler werden im Rahmen einer PR-Kampagne des DFB seit Sonntag nach und nach über verschiedene Kanäle, Medien oder Unternehmen bekannt gegeben.

Diese Spieler stehen im DFB-Kader der EM 2024

Diese 26 deutschen Nationalspieler sind für die EM 2024 nominiert:

PositionNameGeburtstagVerein
TorOliver Baumann02.06.1990TSG Hoffenheim
Manuel Neuer27.03.1986FC Bayern München
Marc-André ter Stegen30.04.1992FC Barcelona
AbwehrWaldemar Anton20.07.1996VfB Stuttgart
Benjamin Henrichs23.02.1997RB Leipzig
Joshua Kimmich08.02.1995FC Bayern München
Robin Koch17.07.1996Eintracht Frankfurt
Maximilian Mittelstädt18.03.1997VfB Stuttgart
David Raum22.04.1998RB Leipzig
Antonio Rüdiger03.03.1993Real Madrid
Nico Schlotterbeck01.12.1999Borussia Dortmund
Jonathan Tah11.02.1996Bayer Leverkusen
MittelfeldRobert Andrich22.09.1994Bayer Leverkusen
Chris Führich09.01.1998VfB Stuttgart
Pascal Groß15.06.1991Brighton & Hove Albion
İlkay Gündoğan24.10.1990FC Barcelona
Toni Kroos04.01.1990Real Madrid
Jamal Musiala26.02.2003FC Bayern München
Aleksandar Pavlović03.05.2004FC Bayern München
Leroy Sané11.01.1996FC Bayern München
Florian Wirtz03.05.2003Bayer Leverkusen
AngriffMaximilian Beier17.10.2002TSG Hoffenheim
Niclas Füllkrug09.02.1993Borussia Dortmund
Kai Havertz11.06.1999FC Arsenal
Thomas Müller13.09.1989FC Bayern München
Deniz Undav19.07.1996VfB Stuttgart

Julian Nagelsmann hat die Streichung von Torhüter Alexander Nübel aus dem endgültigen EM-Kader mit dem Gesundheitszustand von Leroy Sane begründet. „Wir mussten umdisponieren“, sagte der Bundestrainer vor der Turnier-Generalprobe gegen Griechenland in Mönchengladbach.

Bei Sane gebe es „ein paar Unwägbarkeiten“ wegen dessen hartnäckiger Schambein-Blessur. „Wir wissen nicht, ob wir etwas machen müssen. Leroy ist jetzt bei knapp 100 Prozent, aber das war er bei Bayern auch, dann hat es sich aber wieder schlagartig geändert“, erklärte Nagelsmann. Deshalb habe er sich entschlossen, „einen Feldspieler mehr“ zur EM mitzunehmen anstelle eines vierten Torhüters, wie zunächst angedacht.

„Der Kader steht, die Mannschaft auch“, sagte Nagelsmann über sein Aufgebot und die angedachte EM-Elf, die er gegen die Griechen testete. Nübels Aus habe „nichts mit der Leistung von Alex zu tun“ gehabt, der Stuttgarter „hat sich sehr gut eingegliedert und eine gute Trainingsleitung gebracht“. Er habe dem Schlussmann versichert, dass dieser in der Nationalelf eine Zukunft habe, „solange ich im Amt bin“.

Bekanntgabe des DFB-Kaders für die EM 2024

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat am 16. Mai 2024 in Berlin seinen vorläufigen Kader für die Heim-EM bekanntgegeben und möchte mit seinem Team die EM gewinnen und gleichzeitig die Menschen begeistern. Angeführt wird das insgesamt 27 Spieler umfassende DFB-Aufgebot von Kapitän Ilkay Gündogan vom FC Barcelona.

Neu im Kader der Nationalmannschaft, der in den vergangenen Tagen in Teilen schon von Fans und Prominenten aus ganz Deutschland vermeldet worden war, ist Torhüter Alexander Nübel vom VfB Stuttgart. Aleksandar Pavlović vom FC Bayern München war von Bundestrainer Nagelsmann bereits im März für die Länderspiele in Frankreich und gegen die Niederlande nominiert worden, konnte damals aber wegen eines Infekts nicht zur Nationalmannschaft anreisen. Außerdem kehren Verteidiger Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund, der sein letztes Länderspiel im September 2023 absolviert hatte, und Angreifer Leroy Sané vom FC Bayern München, der zuletzt gesperrt gefehlt hatte, zurück in den Kader.

Erfahrenste Spieler im deutschen Aufgebot sind drei Weltmeister von 2014: Thomas Müller mit aktuell 128 Länderspielen (45 Tore), Manuel Neuer mit 117 Länderspielen (beide FC Bayern München) und Toni Kroos von Real Madrid mit 108 Länderspielen (17 Tore). Neuer hatte die letzten Test-Länderspiele im März 2024 gegen Frankreich und die Niederland ebenfalls verletzt verpasst.

PR-Kampagne verkündete erste Spieler

Bei der EM-Kader-Schnitzeljagd der deutschen Fußball-Nationalmannschaft lässt sich leicht der Überblick verlieren. Wer wurde wie nominiert – und warum? Ein Überblick.

Robert Andrich (Bayer Leverkusen): Felix Kroos kennt Andrich noch von Union Berlin, und so war der Leverkusener schon Gast im Podcast der Brüder Kroos. Dort wurde der Nebenmann von Mittelfeldchef Toni Kroos als EM-Starter verkündet. Andrichs Saison sei „überragend“ gewesen, sagte Toni Kroos und meinte: „Ich kann auch aus Eigeninteresse sagen, ich hoffe, Rob, das geht so weiter während des Turniers.“

Pascal Groß (Brighton & Hove Albion): Quiz-Master Günther Jauch stellte der Fußball-Nation die „500-Euro-Frage“: Welcher Spieler wurde wohl für die EM berufen? „A: Klein, B: Groß, C: Dick, D: Dünn?“ In Wahrheit, meinte der RTL-Mann, sei das ja „’ne Fünf-Euro-Frage“. Klar: Auch Groß darf mit, als Backup für Kroos und Andrich.

Joshua Kimmich (Bayern München): Kimmich ist bekennender Fan der Seifenoper „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ auf RTL. Er bat Wolfgang Bahro, der bei „GZSZ“ seit der ersten Folge den Hans-Joachim „Jo“ Gerner spielt, einst um ein Selfie und nannte ihn „Legende“. Da passte es gut, dass Jo Gerner für die Berufung von Jo Kimmich engagiert wurde. Letzterer ist als Rechtsverteidiger gesetzt.

Antonio Rüdiger (Real Madrid): Rüdiger liebt Döner, schon als junger Kicker in Berlin war er nach dem Training immer wieder mal bei „Hisar Fresh Food“ in Schöneberg. Dort wurde der Abwehrchef als EM-Starter bestätigt. „Hisar Döner = Bester Döner“, kommentierte Stammgast Rüdiger das Video.

Ilkay Gündogan (FC Barcelona): Das Gesicht des Kapitäns kennt jeder Fan, auf den Werbetafeln, die auf dem Berliner Alexanderplatz auftauchten, half neben einem Porträt die Zeile: „Ilkay Gündogan für Deutschland“. Natürlich – als „Meister“ für die „Zauberlehrlinge“ Jamal Musiala und Florian Wirtz.

Thomas Müller (Bayern München): Keine Oma, kein Jauch, keine Tagesschau: Müller verkündete die frohe Botschaft kurzerhand selbst – und machte sich damit offensichtlich bloß einen Spaß. In einem Video, das ihn bei einem Kunstschuss im neuen Nationaltrikot in der Allianz Arena zeigt. „Jetzt fehlt zum perfekten Tag nur noch meine echte Nominierung“, schrieb er in einer weiteren Instagram-Story am Abend. Bei der EM dennoch fest eingeplant – wohl als Joker.

David Raum (RB Leipzig): Auch der Außenverteidiger hebt Richtung EM ab. „This is the last call for passenger David Raum“, hieß es in einem Video der Lufthansa, letzter Aufruf für den Backup von Maximilian Mittelstädt – und der hat den EURO-„Flieger“ erreicht.

Deniz Undav (VfB Stuttgart): Die Nadel des Tätowierers rattert über die Haut, das Wappen des VfB Stuttgart entsteht auf dem Oberschenkel, und wenig später ist da auch Deniz Undav zu bewundern. Der frisch verzierte Fan blickt in die Kamera: „Deniz, stabile Saison, viel Spaß bei der EM!“ Und damit ist auch Stuttgarts Stürmer ganz offiziell Teil des deutschen Kaders. Er könnte ein starker Joker sein.

Florian Wirtz (Bayer Leverkusen): Für den Shootingstar unterbrach Nina Chuba sogar ihr Konzert in Hamburg. „Seid ihr gespannt, wer’s ist?“, fragte sie, und die Menschen kreischten in der dunklen Halle. Dann flackerte schon Wirtz‘ Videobotschaft über die große Leinwand. „Ich freue mich über die Nominierung und natürlich auf den Sommer“, sagte er. Dann soll Wirtz ein magisches Offensivdreieck mit Kapitän Ilkay Gündogan und Jamal Musiala bilden.

Niclas Füllkrug (Borussia Dortmund): Radio, Toaster und Salzstreuer in BVB-Design waren in Szene gesetzt, doch Füllkrug erstickte die Hoffnung auf eine überraschende Nominierung von Mats Hummels mit einem norddeutschen „Moin“ im Keim. Nicht der Weltmeister von 2014 wurde bei 1Live und per Video als EM-Fahrer präsentiert, sondern der gesetzte Stürmer.

Chris Führich (VfB Stuttgart): Ganz typisch schwäbisch beim Bäcker sicherte sich Führich sein EM-Ticket auf einer Brötchentüte. Der 26-Jährige ist ein Rollenspieler für die linke Offensivseite, für die Startelf ist er nicht vorgesehen. Gleichwohl kann er wichtige Impulse geben.

Robin Koch (Eintracht Frankfurt): Koch ist als vierter Innenverteidiger dabei, er könnte aber das fünfte Rad am Wagen sein. Sein Name wurde in der YouTube-Show „World Wide Wohnzimmer“ verkündet. Bekannt waren zuvor bereits die Innenverteidiger Schlotterbeck und Tah, Antonio Rüdiger ist gesetzt. Erwartet wird zudem die Berufung von Waldemar Anton – Koch oder der Stuttgarter könnten gestrichen werden.

Kai Havertz (FC Arsenal): Er kämpft um den englischen Meistertitel, er spielt eine bärenstarke Premier-League-Saison – da war seine Nominierung das Gegenteil einer Überraschung: Sie war Formsache. Die drei Fußball-Influencer von Calcio Berlin durften sie verkünden. Havertz‘ Platz in der Startelf scheint nach Irrungen und Wirrungen gefunden: Als Stammspieler in der Sturmspitze.

Maximilian Mittelstädt (VfB Stuttgart): Völlig losgelöst von der Erde schwebt auch der Linksverteidiger zur EM. Seine Nominierung bestätigte Sänger Peter Schilling, dessen Super-Hit „Major Tom“ auf Wunsch vieler Fans beim Länderspiel gegen die Niederlande (2:1) im Stadion als Torhymne gelaufen war – angestoßen von Mittelstädt. Der hat zwar erst zwei Länderspiele, ist aber als Stammkraft vorgesehen.

Leroy Sané (Bayern München): Nagelsmann setzt bei der EM auf ganz große Kunst von Sane. Die Nominierung des Offensivspielers gab die Frankfurter Schirn Kunsthalle bekannt. Es käme jedoch nicht überraschend, wenn der von einer Schambeinblessur geplagte Münchner seine Klasse nur als Edeljoker zeigen dürfte: Als Ersatz für ein Mitglied des magischen Dreiecks aus Wirtz, Gündogan und Musiala.

Jonathan Tah (Bayer Leverkusen): Oma Lotti war verwirrt. „Das bist du!?“, rief die 93-Jährige, als ihr der Altenpfleger Rashid Hamid in einem Pizza-Karton die Torte mit dem Porträt Tahs präsentierte. Nach kurzer Aufklärung empfahl die betagte Dame dem Leverkusener, sich den Bart zu rasieren. Das wird er vielleicht erst tun, wenn Bayer mal wieder verliert: kann dauern.

Aleksandar Pavlovic (Bayern München): Frauke Ludowig hatte da mal was vorbereitet. Am Ende ihres Exclusiv-Magazins drehte sich die RTL-Moderatorin, die plötzlich ein Trikot trug, um – sie warf ihre Haare nach vorn und zeigte auf dem Rücken den Flock „PAVLOVIC“. Der Youngster ist im defensiven Mittelfeld der vierte Mann und hat Leon Goretzka ausgestochen.

Manuel Neuer (Bayern München): Am Status des langjährigen DFB-Kapitäns gab und gibt es keine Zweifel, der schwere Patzer im Champions-League-Halbfinale bei Real Madrid hin oder her. Daher klopfte die Dachdeckerin Chiara bei Instagram eine „1“ aus einer Schieferplatte. Die trägt bei der EM Neuer – wer sonst?

Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund): Dong! Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit dem EM-Kader. Dass die Tagesschau direkt nach der Nachricht über einen Großbrand in Warschau die Nominierung des Innenverteidigers verkündete, war der Beginn des Ratespiels. Schlotterbeck ist die erste Alternative für das Stammduo Rüdiger/Tah.

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