Hansa unterliegt Dynamo Dresden erneut

Hansa Rostock musste sich in einem intensiven Ost-Klassiker vor 14.500 Zuschauern gegen Dynamo Dresden erneut mit 1:3 (1:1) geschlagen geben – wie schon die vergangenen drei Heimspiele im Duell mit den Sachsen.

Hansa Rostock musste sich in einem intensiven Ost-Klassiker vor 14.500 Zuschauern gegen Dynamo Dresden erneut mit 1:3 (1:1) geschlagen geben – wie schon die vergangenen drei Heimspiele im Duell mit den Sachsen. Streli Mamba konnte vor der Halbzeit die frühe Führung durch Mörschel ausgleichen, ehe die SG Dynamo in der zweiten Hälfte zwei Mal durch Vlachodimos und Kade kaltschnäuzig zuschlug und den Dreier einsackte. Überraschend und nach intensiven Bemühungen der medizinischen Abteilung stand Hansa-Torwart Markus Kolke in der Startelf und hatte von Beginn an reichlich zu tun.

Es ging rasant los. Nach der Schweigeminute für den kürzlich gestorbenen Bayern-Bomber Gerd Müller und fünf Kopfballstafetten in der Dynamo-Hälfte stürmte Dresdens Königsdörffer einem perfektem Steilpass von Daferner auf Kolke zu, der seinen ersten Schuss parierte, aber den Nachschuss von Mörschel zusammen mit Neidhart nicht verhindern konnte. So rollte der Ball nach 35 Sekunden über die Torlinie – 0:1. Den Blitzstart der Gäste beantwortet Mamba mit einem ersten Warnschuss (5.). Danach war Hansa zeitweise in Unterzahl, da Rizzuto nach einem Kopfballduell behandelt wurde. Der Deutsch-Italiener erlitt einen Nasenbeinbruch und schlich mit blutverschmierter Kleidung in die Kabine – er wurde durch Schuhmacher ersetzt (12.). Kurze Zeit später verletzte sich auf der Gegenseite auch Dynamo-Kapitän Knipping im Duell mit Mamba und wurde noch vor dem Eckball für Mai ausgetauscht. Die Hansa-Elf nun mit mehr Tempo und nicht mehr so nervös wie nach dem frühen Gegentreffer. Schuhmacher kam offensiv gut in die Partie und prüfte Torwart Broll aus elf Metern (26.), anschließend verfehlte Ingelsson mit einem Fernschuss weit das Tor (33.). Die Partie war geprägt von vielen Fouls und Unterbrechungen. So sah auch Hansas Mannschaftsarzt Dr. Bartel die Gelbe Karte nach einem Meinungsaustausch mit Schiedsrichter Benjamin Cortus (35.). Dann kam wieder Schumacher über links mit einer scharfen Flanke vors Tor, Verhoek verlängerte und Mamba hatte alle Zeit den Ball anzunehmen und ihn aus vier Metern mit einem satten Schuss vorbei an Keeper Broll abzuschließen. Damit ging es ausgeglichen und mit fünf Nachspielminuten in die Halbzeitpause.

Die zweite Hälfte begann weniger rasant aber mit ersten Chancen für die Hanseaten. Schuhmacher wollte es wissen und schloss erst einen Konter stark ab (49.) und schoss später aus Nahdistanz über das Tor (55.). Danach erhöhte die Dynamo-Elf die Schlagzahl. Der eingewechselte Hosiner fand aus Nahdistanz in Kolke seinen Meister (59.). Dann flog eine scharfe Daferner-Flanke von rechts vor das Tor, wo Vlachodimos entgegen der Laufrichtung von Kolke zur erneuten Führung einköpfte (63.). Neidhart gab dabei nur Begleitschutz für den Griechen, Kolke chancelos auf eine Rettung. Dynamo blieb weiter effektiv und erhöhte durch Kade zum 1:3 ins kurze Eck (70.). Den vorausgegangenen Kopfball von Hosiner parierte Kolke stark, musste sich gegen Kade geschlagen geben. Hansa-Trainer Härtel brachte mit einem Dreierwechsel nun Munsy, Meier (mit seinem Debüt) und Omladic für Verhoek, Scherff und Ingelsson in die Partie (72.), doch offensiv verpufften alle Bemühungen der Rostocker, die nach 90 intensiven Minuten aus 16:15 Torschüssen nur einen Treffer erzielten.

„Es war ein richtiges Derby. Insgesamt habe ich eine ordentliche Leistung meiner Mannschaft gesehen – mit dem falschen Ergebnis. Dresden hat drei Tore gemacht, die Situationen am Ende präzise gespielt – wir nicht. Das hat den Unterschied gemacht.“, so Hansa-Trainer Jens Härtel nach dem Aufsteigerduell und Topspiel des 4. Spieltags im Ostseestadion.

2. Bundesliga 2021/2022, 4. Spieltag
FC Hansa Rostock – SG Dynamo Dresden 1:3 (1:1).

Rostock: Kolke – Neidhart, Meißner, Roßbach, Scherff (72. Meier) – Behrens (79. Rhein), Bahn – Rizzuto (12. Schumacher), Ingelsson (72. Omladic), Mamba – Verhoek (72. Munsy).

Dresden: Broll – Akoto, Sollbauer, Knipping (17. Mai), Löwe – Y. Stark – Schröter (79. Will), Kade – Mörschel (46. Vlachodimos) – Königsdörffer (58. Hosiner), Daferner.

Tore: 0:1 Mörschel (1.) 1:1 Mamba (43.) 1:2 Vlachodimos (63.) 1:3 Kade (70.).

Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach).

Zuschauer: 15.000 im Rostocker Ostseestadion.

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Von Martin

Martin ist seit den 1990ern Hansa-Fan und gründete 2001 das Online-Magazin HANSA NEWS, welches er bis heute betreibt.

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