Endlich! Rostock feiert erste Punkte gegen den MSV Duisburg

Na bitte, es geht doch! Nachdem Bundesliga-Aufsteiger Hansa Rostock fünf Spieltage fest und tief im Winterschlaf war (fünf Pleiten in Serie), durfte am 6. Spieltag nun endlich gejubelt werden. Gegen einen völlig unterirdisch auftretenden MSV Duisburg gewann die Elf von Frank Pagelsdorf am Sonnabend in der DKB-Arena am Ende mit 2:0 (0:0).

Na bitte, es geht doch! Nachdem Bundesliga-Aufsteiger Hansa Rostock fünf Spieltage fest und tief im Winterschlaf war (fünf Pleiten in Serie), durfte am 6. Spieltag nun endlich gejubelt werden. Gegen einen völlig unterirdisch auftretenden MSV Duisburg gewann die Elf von Frank Pagelsdorf am Sonnabend in der DKB-Arena am Ende mit 2:0 (0:0).

Nur 13 000 Zuschauer wollten sich an diesem herrlichen spätsommerlichen Nachmittag ins Rostocker Fußball-Stadion verirren und den FC Hansa kicken sehen. Sie mussten gleich mit ansehen, wie die Gäste aus Nordrhein-Westfalen die erste kleine Chance des Spiels verzeichneten, als Klemen Lavric erstmals gefährlich vor Hansa-Keeper Stefan Wächter auftauchte (3.). Dann aber sollte die Zeit der Hanseaten kommen. Von Christian Rahn bedient, kam das Leder zu Sebastian Hähnge, der überraschend in der Startelf stand. Sein Schuss aus der zweiten Reihe (11.) strich aber nur um Haaresbreite am Duisburger Kasten vorbei. Vielleicht wäre hier der mit nach vorne geeilte Victor Agali in der besseren Position gewesen…

In der 14. Minute war es wieder der Ex-Jenaer Hähnge, der für frischen Wind sorgte, als er, begünstigt durch einen MSV-Fehlpaß, den Ball bekam und frei auf Tom Starke zulief. Doch noch wollte kein Treffer gelingen.

Duisburger Angriffe, wie ein ungefährlicher Lavric-Kopfball (17.), blieben eher die Seltenheit. Hansa diktierte das Spielgeschehen. In der nächsten Szene (25.) war erneut Sebastian Hähnge im Mittelpunkt. Eine Flanke von Kai Bülow fand die Hacke von Hähnge, von der die Pille aber nicht über die Linie rollte. Wieder Pech gehabt.

Den Torschrei hatten alle Hansa-Fans dann in der 33. Minute auf den Lippen, im Fokus diesmal aber nicht ein Rostocker, sondern ein Duisburger Spieler. Klemen Lavric versuchte im eigenen Strafraum einen Rathgeb-Freistoß herauszuschlagen – das jedoch gelang nicht wirklich. Unglücklich abgefälscht segelte das Leder Richtung Tom Starke, der sich strecken musste.

Dann aber doch. Nur Sekunden nach diesem „Schock“ gab es endlich das lang ersehnte Tor zu bejubeln. Und wer traf? Natürlich Sebastian Hähnge, wer auch sonst?! Über die linke Seite setzte sich Christian Rahn prima durch und flankte in die Mitte. Dort wartete Hähnge und köpfte die Kugel sicher (sogar noch mit Aufsetzer) zum viel umjubelten 1:0 in die Maschen.

„Der FCH ist wieder da!“, skandierten die Fans. Und sie sollten recht behalten. Hansa machte weiter gehörig Druck nach vorne. Victor Agali hätte die Rostocker Führung per Kopf noch vor dem Pausentee hochschrauben können – hier war Starke allerdings auf der Hut.

Halbzeit – Durchatmen!

Nur sieben Minuten nach Anpfiff der zweiten Hälfte war die DKB-Arena dann ganz und gar ein Tollhaus, als Schiedsrichter Michael Weiner auf den Elfmeterpunkt zeigte. Was war passiert? In Höhe der Mittellinie erkämpfte sich Victor Agali den Ball und lief Verteidiger Björn Schlicke auf und davon – bis in den Strafraum. Hier wusste sich der Duisburger nur mit einem unfairen Foul am Nigerianer zu helfen. Enrico Kern ließ sich die Möglichkeit natürlich nicht nehmen und erhöhte sicher auf 2:0.

Der Hansa-Express nahm weiter an Fahrt auf. Eine Kern-Flanke fand Hähnge, der aus fünf Metern volley abzog – knapp vorbei. Der MSV war spielerisch und konditionell zu diesem Zeitpunkt schon völlig am Ende.

In der 66. Minute hätte Kern MSV-Keeper Starke zu allem Überfluss fast noch getunnelt. Im letzten Moment konnte dieser aber die Hände noch herunter reißen. Das einzige Lebenszeichen der Meidericher in Durchgang zwei gab es, als sich Maicon im Strafraum durchsetzte und überlegt auf Ishiaku passte. Nur um Millimeter rollte die Pille am Tor vorbei – Glück für Hansa in dieser Szene. Aber auch ein Anschlusstor hätte wohl nicht mehr für wirkliche Gefahr sorgen können. Denn zu dominant waren die Hanseaten.

Bis zum Ende gab es noch drei weitere Rostocker Chancen: Ein Hähnge-Kopfball (76.), ein Dorn-Flachschuss aus 20 Metern (89.) und zum Schluss noch ein Freistoß von Marc Stein. Sie alle aber verpassten das MSV-Tor nur knapp.

So blieb es am Ende bei einem völlig verdienten 2:0-Heimsieg, dem ersten Dreier in der laufenden Bundesliga-Spielzeit. So kann es bitte schön weiter gehen. Am besten schon am Dienstagabend. Denn dann reist der FC Hansa Rostock zu Hertha BSC, dem aktuellen Tabellenführer. Vielleicht kann ja auch dort gejubelt werden.

1. Bundesliga 2007/08, 6. Spieltag
FC Hansa Rostock – MSV Duisburg 2:0 (1:0)

Rostock: Wächter – Langen, Sebastian, Orestes, Stein – Bülow, Rathgeb – Kern, Rahn (90. Diego) – Agali (73. Menga), Hähnge (88. Dorn).

Duisburg: Starke – Lamey (35. Willi), Fernando, Schlicke, Caceres , Grlic, Tararache (58. Daun), Idrissou (58. Maicon), Georgiev, Ishiaku, Lavric.

Tore: 1:0 Hähnge (34.), 2:0 Kern (53., Foulstrafstoß).

Schiedsrichter: Michael Weiner (Giesen).

Zuschauer: 13.000 in der Rostocker DKB-Arena.

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Von Redaktion

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