Klassenerhalt trotz Sieg in weiter Ferne

Beim FC Hansa Rostock deutet auch nach dem 31. Spieltag der Fußball-Bundesliga, trotz des 2:1-Heimerfolg über Hertha BSC, alles auf Abstieg. Die Tendenz auf eine bundesligalose Serie 2005/06 ohne den FC Hansa überwiegt nicht erst seit einigen Wochen, sie wird sich wohl aber bis zum letzten Spieltag in dieser Form nicht verändern.

Beim FC Hansa Rostock deutet auch nach dem 31. Spieltag der Fußball-Bundesliga, trotz des 2:1-Heimerfolg über Hertha BSC, alles auf Abstieg. Die Tendenz auf eine bundesligalose Serie 2005/06 ohne den FC Hansa überwiegt nicht erst seit einigen Wochen, sie wird sich wohl aber bis zum letzten Spieltag in dieser Form nicht verändern. Falls eine aus Rostocker Sicht positive Entscheidung noch eintreffen sollte, wird sich diese wohl auf eine der letzten beiden Partien hinaus verzögern.

Zu Hause lief es für die Kogge in den vergangenen Heimspielen prächtig und so zeigte sich die Truppe auch am Samstag gegen die Hertha mutig und forsch. Die Gäste gerieten schnell unter Druck und waren nach den Erfolgen der letzten Wochen kaum wieder zu erkennen. Den ersten Warnschuss feuerte General Marcus Lantz auf das Fiedler-Gehäuse, welches der Herthaner zunächst sauber hielt. Nach einer Viertelstunde entwickelte dann die erste gute Chance der Hanseaten. Antonio di Salvo umkurvte die komplette Hertha-Abwehr und zog einen Hauch am Kasten vorbei. In dieser Situation zeigte sich, dass die Hertha-Defensive um Kapitän Arne Friedrich mit dem „Ein-Mann-Sturm“ der Rostocker so seine Sorgen hatte. Doch auch die sonst so ausgezeichnete Offensive um Marcelinho blieb an diesem Nachmittag blass. Die erste nennenswerte Chance der Berliner besaß Nando Raffael mit einem Fernschuss über den Schober-Querbalken nach gut vierzig Minuten. Kurz vor der Pause dann dies. Der Mann, der die Kreise um Spielmacher Marcelinho erschränkte und all seine Zweikämpfe gegen den Brasilianer gewann, kam auch vorne zum Zug. Nach schöner Ablage von Jari Litmanen zog Youngster Tim Sebastian trocken ab und versenkte die silberne noch mehrmals springende Kugel in die linke untere Torecke. 1:0 Hansa. Pausenpfiff.

Die „Alte Dame“ zeigte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit zwar bemüht, offenbarte jedoch in der Abwehr zu viele Schwachstellen. So kam es nach siebzig Minuten zur Vorentscheidung durch Jari Litmanen. Der international erfahrene Finne schloss dabei einen Doppelpass mit Ex-Berliner Michael Hartmann kaltschnäuzig ab. 2:0 Hansa, das sollte reichen, doch die Jungs von der Spree kamen über mehr Aggressivität und den 1:2-Anschlusstreffer schnell wieder zurück ins Spiel. In einer hektischen Schlussphase behielten die Rostocker die Oberhand und besiegelten den letztlich vielleicht zu spät errungenen vierten Heimsieg in Folge. Wohin die Tendenz bis zum 21. Mai 2005 schlägt wurde vorerst, auch von den unmittelbaren Konkurrenten, vertakt.

1. Bundesliga, 2004/05, 31. Spieltag
FC Hansa Rostock – Hertha BSC 2:1 (1:0)

Rostock: Schober – Hartmann, Möhrle, Persson, Maul – Sebastian – Lantz – Rydlewicz (69. Hill), Litmanen (86. Meggle), T. Rasmussen (52. Allbäck) – di Salvo.

Tore: 1:0 Sebastian (45.), 2:0 Litmanen (70.), 2:1 Bastürk (73.).

Schiedsrichter: Peter Sippel (München).

Zuschauer: 25 100 im Rostocker Ostseestadion.

Gelbe Karten: Maul, T. Rasmussen, Schober, Lantz – Marcelinho, Madlung, Neuendorf.

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Von Martin

Martin ist seit den 1990ern Hansa-Fan und gründete 2001 das Online-Magazin HANSA NEWS, welches er bis heute betreibt.

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